Besonders bereichernd war ein Workshop von Johanna Ahola-Launonen von der Aalto University, der sich mit Zukunftsdenken, Hoffnung und der aktiven Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungen auseinandersetzte. Anschließend wurden die VR-Simulationen fertiggestellt, gegenseitig getestet und in Peer-Reviews besprochen. Bei einem Pitch-Coaching mit Simo Naatula, einem Absolventen der Otaniemi Upper Secondary School, bereiteten sich die Jugendlichen auf die Präsentation ihrer Arbeit im Rahmen eines freundschaftlichen Wettbewerbs vor. Ein gemeinsames Potluck-Dinner mit den Gastfamilien an der Schule rundete den Tag ab.
Der 3.Tag stand ganz im Zeichen der Abschlussveranstaltung, die auch gestreamt wurde. Nach der Präsentation eines Videos des finnischen Media-Schüler:innen-Teams - mit Foto und Videomaterial aus allen sechs Mobilitätswochen sowie Interviews mit Schüler:innen und Lehrer:innen aus allen drei Ländern - fanden Workshops für verschiedene Zielgruppen statt. Einen dieser Workshops bestritten die Kunstlehrerinnen Anja Voglsam und Claudia Kragulj. Der Workshop verband eine Einführung in das Leben und Werk der Architektin und Widerstandskämpferin Margarete Schütte-Lihotzkys mit einem VR-Learning Environment, das unsere damalige 6A im SJ 25/26 im Kunstunterricht entwickelt hatte. In drei Gruppen untersuchten nunmehr finnische Schüler:innen Schütte-Lihotzkys Biografie, ihre soziale Architektur und ihre funktionale Raumgestaltung.
Anschließend stellten die Schüler:innen ihre Projektergebnisse einem Publikum und einer Expert:innenrunde vor und erhielten wertvolles Feedback. Jussi Kajala von der Tech-Firma 3dBear setzte weitere Impulse für die Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen, digitalen Lernformaten und künstliche Intelligenz. Eine gemeinsame Networking-Runde und abschließende feierliche Worte bildeten den offiziellen Abschluss des Treffens.
Die Tage in Finnland boten nicht nur die Möglichkeit, die wunderbaren Projektergebnisse unserer Schüler:innen sichtbar zu machen, sondern stärkten auch den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Partnerschulen. Die Jugendlichen konnten neue Perspektiven gewinnen, ihre Präsentationsfähigkeiten erweitern und erleben, wie digitale Medien dazu beitragen können, komplexe Fragen rund um Nachhaltigkeit kreativ zu vermitteln.
Lernen fand einfach statt - und zwar bei allen Beteiligten und auf unterschiedlichsten Ebenen: auf persönlicher und sprachlicher, digital-technischer, projektorganisatorischer, gesellschaftlicher und systemischer Ebene. Die Erfahrungen aus diesem dreijährigen Projekt trugen auch dazu bei, dass unsere Schule seit Jänner 2026 als Erasmus+-Schule akkreditiert ist.
Mit unseren Partnerschulen möchten wir auch weiterhin in Kontakt bleiben – durch individuelle Schüler:innenaustausche, Job-Shadowing-Aufenthalte von Lehrkräften und geplante eTwinning-Projekte. Darüber hinaus sind persönliche Freundschaften entstanden und alle Beteiligten konnten Erfahrungen mitnehmen, die auch über das Projekt hinaus Bestand haben werden – eine Livetime Experience!
Claudia Kragulj,
Erasmus+ Koordination