21. April 2023

Lesenacht der 2e

In der letzten Schulwoche vor den Osterferien hatten unsere Klassenvorständin Frau Prof. Kiss und unsere Deutsch- und Musiklehrerin Frau Prof. Hofer ein ganz besonderes Projekt für uns, die Schüler*innen der 2e, vorbereitet: eine Lesenacht. Da die meisten von uns wegen des Coronavirus noch nie in einer Schule übernachtet hatten, war die Freude riesig. Am Donnerstag vor den Osterferien war es dann so weit. Um 17 Uhr trafen wir uns im Eingangsbereich unserer Schule. Alle waren aufgekratzt und neugierig, was unsere Lehrerinnen mit uns vorhatten. Als alle versammelt waren, gaben wir unsere Handys ab und richteten unsere Schlafplätze in dem, so hieß es, schönsten Klassenzimmer der Schule her. Anschließend gingen wir in die Bibliothek, um uns an die erste Runde des heutigen Buchstabierwettbewerbs zu wagen. Danach durften wir unsere mitgebrachten Bücher auspacken oder ausgiebig in den vorhandenen Büchern der Bibliothek stöbern. Nachdem wir eine Dreiviertelstunde hinter unseren Büchern verschwunden waren, ging es an ein gemütliches Abendessen. Dafür schoben wir im ,,Speisesaal“, der sich in unserem Klassenzimmer befand, alle Tische zu einer großen Tafel zusammen und packten unsere mitgebrachten Leckereien aus. Frau Prof. Kiss hatte verlockende Brownies gebacken und ein Mitschüler hatte Geburtstagsschokomuffins mitgebracht, die wir uns jedoch fürs Frühstück am nächsten Tag aufhoben. Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten, wurde es ernst. Das Finale des Buchstabierwettbewerbes stand bevor. Alle suchten schwierige Wörter und schrieben sie auf Kärtchen, welche die Kandidaten ziehen und die darauf stehenden Wörter buchstabieren mussten. Es war nicht leicht, doch am Ende hatten wir drei Gewinner, die von Frau Prof. Hofer feierlich jeweils zwei Hausübungsgutscheine in Deutsch überreicht bekamen. Nach dem spannenden Wettkampf spielten wir Verstecken im Dunkeln. Dieses Spiel machte allen riesigen Spaß und sogar Frau Prof. Hofer spielte mit, während Frau Prof. Kiss leise umherschlich und sich unauffällig ansah, wo wir uns versteckt hatten. Nachdem wir drei Runden gespielt hatten, machten wir uns bettfertig und krochen in unsere Schlafsäcke. Als es mucksmäuschenstill geworden war, was eine längere Zeit dauerte, hörten wir uns das letzte Stück das Romanes ,,Das Gespenst von Canterville“ an, welchen wir in den vorherigen Deutschstunden angefangen hatten, und durften dann bis halb elf leise flüstern. Danach schliefen wir alle sofort ein. Am nächsten Morgen wurden wir um 6:30 von dem Stück ,,Die Morgenstimmung“ aus Peer Gynt aufgeweckt. Dieses hatten wir schon mehrere Male in Musik durchgemacht und eignete sich nun vorzüglich. Langsam wachten wir auf und zogen uns an. Nun stand ein ausgiebiges Frühstück auf dem Plan. Dann schrillte schon die Schulglocke und die erste Stunde begann. Im Deutsch- und Musikunterricht zeigte uns Frau Prof. Hofer die Neuverfilmung des Gespenstes von Canterville. Auch in den anderen Stunden gingen alle Lehrer verständnisvoll auf unsere Müdigkeit ein und es wurde noch ein schöner letzter Schultag vor den Osterferien.

Danke an Frau Prof Kiss und Frau Prof. Hofer für dieses einprägsame und wundervolle Projekt!

Marlene Pich-Steinmair, 2e