19. Mai 2024

Erasmus+ Der „Green Deal“ im BG Mödling Bachgasse

Von 21. bis 27. April waren die finnischen und estnischen Schulteams, bestehend aus 15 Schüler:innen und 6 Lehrer:innen zu Besuch in der Bachgasse. Im Vorfeld gab es zahlreiche internationale Online-Arbeitstreffen. Von Februar bis April suchten die verschiedenen Schulteams Firmen und Orte in ihren Ländern aus, die sich mit Kreislaufwirtschaft beschäftigen und umsetzen. So sammelten die Schüler:innen der Bachgasse Informationen und visuelles Fotomaterial mit 360 Grad Kameras bei einem Besuch der Handwerkstatt und dem Repaircafe Mödling, bei einem Flohmarkt, der jeden Sonntag in der Schule stattfindet, einem Tauschmarkt in Mödling, bei Mitarbeiter:innen und freiwilligen Helfer:innen der Sammelstelle und des Sozialmarktes des Roten Kreuzes in Baden, der Bühne Baden und den Werkstätten der Bühne Baden, die sich in Traiskirchen befinden.

Nadine, eine teilnehmende Schülerin: "Es war spannend zu erfahren, was alles zu Kreislaufwirtschaft dazu gehört und welche Schritte man unternehmen kann, um ein Produkt oder Material so lang wie möglich im Kreislauf zu halten!"

Das 3-jährige EU Erasmus+ Projekt „The Green Deal in Virtual Reality“ beschäftigt sich mit den europäischen Nachhaltigkeitswerten und -zielen von 2050. Die Oberstufenschüler:innen und die Lehrer:innen des Bundesgymnasiums Mödling Bachgasse nahmen mit zwei weiteren Schulen aus Finnland (Otaniemi lukio in Espoo) und in Estland (Viimsi Gümnaasium) an dem Projekt teil. Durch kollaboratives Lernen in international gemischten Teams erstellten die Jugendlichen im Virtual-Reality Bereich Learning Environments, kleine Geschichten in VR-Simulationen. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Green Deal zu schärfen, die Internationalität in den Schulen zu fördern und die digitalen Fähigkeiten aller Teilnehmenden zu verbessern.

Während der gemeinsamen Woche in Mödling schrieben die Schüler:innen Skripten für das VR-Spiel und programmierten. Aber es gab auch eine Reihe von Ausflügen

  • GABARAGE in Wien: Dies ist ein gemeinnütziges Social Business, das sich dem Upcycling Design verschrieben hat und mit sozialintegrativer Arbeit verbindet. Hier werden aus Straßenschildern Tische und aus LKW-Planen Taschen gemacht. Das Motto lautet „Alle(s) braucht eine 2. Chance“.
  • Firma Zotter in der Steiermark: Hier erzählte uns Julia Zotter, was für den Betrieb Bio, Fair Trade und Green Thinking bedeutet und wie dies bei Zotter umgesetzt wird.
  • Klima Biennale Wien: Diese fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Hier bewunderten wir internationale, künstlerische Arbeiten wie „La balada de las sirenas secas“ von Patricia Domíng und verschiedene Ergebnisse innovativer neuer Technologien wie Bioplastik aus Mikroalgen für 3D-Drucker oder eine Kreislauf-Dusche.

Ein großes Dankeschön geht an die Gastfamilien unserer Schule, die die estnischen und finnischen Schüler:innen in dieser Woche bei sich willkommen geheißen und untergebracht haben. Als dann alle mit den Koffern vor der Schule standen, bereit zur Heimfahrt, fiel das Abschied nehmen nach dieser Woche schwer, denn wie Nora, eine Schülerin schreibt: "Am allerbesten hat mir die Zeit, die wir mit allen gemeinsam verbracht haben, gefallen!"