Bachquelle

Schüler:innenzeitung des BG/BRG Bachgasse

Gastbeiträge

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Weihnachten – Wer macht Gewinn?

Weihnachten – endlich! Viele Leute freuen sich wahrscheinlich schon seit langem auf den Dezember – die Adventzeit, das gute Essen, die schöne Dekoration und die gemütliche Stimmung. Schon seit mehr als 2000 Jahren feiern Menschen Jesus‘ Geburt – seit es ihn eben gegeben haben soll. Von vielen Menschen ist die Weihnachtszeit – also der ganze Dezember – der schönste Monat im Jahr. In diesem Artikel werden aber auch die Schattenseiten des Festes, das oft mit der Familie gefeiert wird und ein besinnliches Miteinander betont, aufgedeckt.  

von Bruno Rüdegger

Werbung und Ausgabequellen 

Im Dezember wollen viele Leute ihren Liebsten oft Geschenke machen. Jeder kennt sie wohl: überall gibt es Plakate und Werbungen im Internet. Auch Adventkalender kosen sehr viel Geld. Für fast alle Geschäfte ist Weihnachten eine der besten Einnahmequellen. Vor allem für alle Spielzeug-, Dekorations- und Süßigkeitengeschäfte. Auch auf Ringelspielen, bei Punschständen oder sonst wo wird oft in Summe viel Geld liegen gelassen. Zuerst mag es nicht viel klingen, hier ein Punsch, dort einmal mit einem Ringelspiel fahren, ein Adventkalender, Süßigkeiten zum Beispiel zum Nikolo oder gekaufte Kekse und noch vieles mehr. Aber in Summe kommt sehr viel Geld zusammen. Meist geht dies einen ganzen Monat. Dabei sind die Geschenke für Weihnachten noch gar nicht eingerechnet. Und das liegt auch oft an der cleveren Werbung von Geschäften, die gerade in der Weihnachtszeit sehr viel verdienen. Außerdem sind die Leute im Dezember, wenn der Advent beginnt, gut aufgelegt und fröhlich, sodass sie sich gerne eine Kleinigkeit gönnen. 

Ausgaben zu Weihnachten und welche Probleme diese verursacht 

Umfragen stellen fest, dass Menschen im Durchschnitt knapp 500 € zu Weihnachten ausgeben würden. Manche Leute geben sogar mehr als 1 000 € während der Weihnachtszeit aus, das meiste gehe wohl für Geschenke (auch für andere Leute) aus. Dabei merkt man, dass Männer um circa 100 € mehr als Frauen ausgeben, stellt eine Umfrage der Bank99 fest. Doch auch das Schenken sei nicht nur positiv, stellte diese Studie aus dem vergangenen Jahr fest. Für viele, vor allem junge Erwachsenen, stelle dies finanzielle Probleme da, ihren Eltern und anderen Freunden oder Familie alle Geschenke „erwarten“. Denn oft ist der Druck so groß, dann manchmal sogar vergessen wird, dass es nichts Persönliches ist, wenn nichts geschenkt wird, sondern dies auch andere Gründe haben könne. Eigentlich denkt man nie daran, das Weihnachten für einige ein Stress ist und es diese nicht genießen können. Jüngere Menschen, mit einem nicht so hohen Einkommen, schenken hauptsächlich DIY (Do-it-yourself) Geschenke, da diese nicht so teuer sind. Jedoch liegt Selbstgemachtes bei einem top-10-Ranking „nur“ auf dem 10. Platz mit 18 Prozent. 

Wie und wieviel wird geschenkt 

Eine Studie des ORF zeigt, dass pro Kopf 400€ zu Weihnachten ausgeben werden. Im Schnitt geben Salzburg und Oberösterreich am Meisten aus, Tirol und Vorarlberg sparen am Meisten. Die junge Bevölkerung greift oft auch auf KI (Künstliche Intelligenz) zurück, um diese nach passenden Geschenkideen zu fragen. Nicht viele Leute bestellen auch online, sondern nutzen Shoppingcenter und Einkaufsstraßen, die auch oft schön dekoriert sind. 

Vor dem Schiester

Wenn man in der Schule um 7:50 Uhr antanzt und es gerade noch in die Klasse schafft, fragt man sich manchmal, was denn so vor der eigenen Ankunft in der Schule passiert, und wie früh man maximal kommen kann. Hier werden diese Fragen beantwortet! In einer investigativen Recherche habe ich meinen Schlafrhythmus geopfert, um diese Mysterien zu lüften.

von Luka Markovic

00:00- 4:45

Um diese Uhrzeit passiert nichts sonderlich Spanendes. Herr Schiester taucht durchschnittlich gegen 4:45 Uhr auf, da wird es interessant.

4:45-6:00

In diesem Zeitraum ist die Schule kaum als die laute Reizüberflutung zu erkennen, die sie untertags ist. Bis auf die Notausgangsschilder ist alles dunkel und es ist so still, dass wenn sich jemand in der Aula unterhält, man es im Ganzen Schulhaus hören kann. Das einzige Geräusch ist das leise Spielen des Radios aus dem Büffet, von dem aus der Duft von frischem Gebäck das ganze Schulgebäude erfüllt. Ja, es ist wahrlich eine meditative Erfahrung. Um diese Uhrzeit ist der Schulwart der einzige im Schulgebäude - abgesehen von seinem Hund, der auch jeden Morgen mit dabei ist.

6:00-7:00

Ab sechs Uhr passiert einiges, beginnend damit, dass die vorhin erwähnte Hündin nach einem kurzen Spaziergang in “Sicherheit” vor den Kindern gebracht wird. Ungefähr zeitgleich kommen die ersten Lehrer und Putzkräfte. Gegen 6:30 Uhr kommt der Lieferant, der das Schul-Büffet beliefert. Ungefähr um 6:40 Uhr kommen dann die ersten Schüler, wovon einige noch schnell ihre Hausaufgaben machen. Das Schulgebäude beginnt sich nun langsam zu füllen . Ziemlich genau um sieben Uhr geht dann auch endlich das Licht im ganzen Gebäude an.

7:00-7:30

Die Umgebung wird etwas lauter, ein paar Kinder nutzen die Tischtennistische und führen leise Unterhaltungen. Jetzt kommen die Kinder in der Schule an, die sich selbst als “Frühkommer” bezeichnen würden. Die Stimmung ist fantastisch und an den Schultag wird noch nicht einmal gedacht. Ein privater Tipp: Diese Zeit ist perfekt, um die etwas ernsteren Gespräche mit euren Lehrer:innen zu führen.

7:30-8:00

Eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn geht der Schultag erst richtig los. Das Personal am Schulbüfett nimmt Bestellungen entgegen, der Großteil der Schüler erscheinen, und die Lautstärke ist auf dem gewöhnt hohen Niveau.

Ihr seht schon, ihr verpasst einiges und ich kann jedem Leser nahelegen, zumindest einmal eine Stunde früher zu kommen, um zu schauen, was so passiert. Mein Eindruck war größtenteils positiv und die besten Gespräche führt man um 6:30 Uhr.

Seid auch in der nächsten Ausgabe mit dabei, wenn es heißt: Nach dem Schiester - wie lange kann ich unentdeckt in der Schule bleiben?

Danksagungen: Benedikt (5b), Hermina (5b), Herr Schiester, Herr Prof. Geismann

Wenn Musik einen ganzen Kontinent verbindet 

„United by music“ – dies ist das Motto des populärsten Musikwettbewerbs Europas, dem Eurovision Songcontest. 2026 findet er in Österreich statt, genauer gesagt in Wien. Was ist das Besondere an dieser Veranstaltung, wie ist sie aufgebaut und warum gibt es auch kritische Stimmen ihm gegenüber?  

von Lena Büchler

Die Entstehungsgeschichte  

Der „Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne“ auf Englisch auch „Eurovision Songcontest“ findet das erste Mal im Jahre 1956 statt. Erstmals wird er in Lugano (Schweiz) ausgetragen. Inspiriert wird die Idee eines „europäischen Schlagerwettbewerbs“ von dem Italienischen „Sanremo- Festival“. Bei der ersten Veranstaltung nehmen nur sieben Nationen teil. Die Schweiz gewinnt mit dem Song „Refrain“ von Lys Assia.  

Wer darf teilnehmen?  

Der Name Eurovision Songcontest ist irreführend. Nicht jedes europäische Land darf beim Songcontest teilnehmen und auch Länder, die außerhalb Europas liegen, sind berechtigt, einen Song einzureichen. Das Kriterium: Sie müssen Mitglied in der „European Broadcasting Union“ (EBU) sein. Dazu zählen etwa, Armenien, Georgien und Kasachstan. Für Australien gibt es eine Sonderregelung: Der Contest ist dort so populär, dass die EBU zum 60. Jubiläum eine Ausnahme zulässt. Dies kommt so gut an, dass Australien bei der darauffolgenden Veranstaltung teilnimmt – so auch 2026. 

Wie ist der Wettbewerb aufgebaut?  

Seit 1958 gilt die Regel, dass der Bewerb immer im Gewinnerland des vorherigen Jahres stattfindet. 2026 ist Österreich Gastgeberland, da Johannes Pietsch (JJ) 2025 mit seinem Song „Wasted Love“ die Trophäe nach Hause geholt hat.  

Heutzutage erstreckt sich der Wettbewerb über drei Tage und ist in zwei Halbfinalshows und ein Finale gegliedert. Die Halbfinaltage werden ausgelost, das heißt jedes Land nimmt entweder in der ersten oder zweiten Show teil. Diese unterscheiden sich vom Finale in ihrer Punkteverteilung. 

In den Finalshows vergibt eine Jury, bestehend aus einem „Experten“ je Teilnehmerland, Punkte von 12 bis 1. Danach wird die Zuschauerschaft eingebunden. Diese kann mithilfe einer bestimmten Vorwahl für ihren Lieblings-Act voten. Diese werden prozentuell ausgerechnet, das bedeutet, der Song, der von einem Land die höchste Prozentzahl an Stimmen erreicht, erhält 12 Punkte. Die Punkte werden am Ende für jedes Land addiert.  

Warum steht der ESC in der Kritik?  

Der ESC labelt sich als „nicht politische Musikveranstaltung“. Dieser Aussage stehen viele Leute kritisch gegenüber. Vor allem seit Russland aufgrund des Konflikts mit der Ukraine aus dem Wettbewerb ausgeschlossen worden ist. Zudem wird derzeit stark diskutiert, ob Israel im kommenden Jahr zum Bewerb zugelassen werden soll. Viele Nationen, darunter Spanien und Island, drohen, nicht teilnehmen zu wollen, wenn Israel teilnehmen darf. Auch viele Fans sind gegen die Zulassung. Noch dieses Jahr findet eine Abstimmung der EBU-Mitglieder statt.  

Umfrageergebnis Musikgeschmack

Musikhören wird digitaler

von Bruno Rüdegger

Die  Schüler:innenzeitung beschäftigte sich mit dem Überthema „Musik“. Dabei kam die Frage auf, wie denn der Musikgeschmack unseres Gymnasiums ist. Deshalb wurde eine Umfrage erstellt, die an den Großteil der Schüler:innen und an den Lehrkörper ausgesendet wurde. An der Umfrage nahmen insgesamt 196 Personen, davon 175 Schüler:innen und 21 Lehrer:innen, teil. Neben Fragen zu Lieblingsmusik und -Artists interessierte uns auch die Art und Weise, wie Musik konsumiert wird.

Wie wird Musik gehört?

Die Umfrage zeigt, dass Musikmedien wie CDs oder Plattenspieler kaum noch verwendet werden. Das Abspielen von Musik über Streamingdienste wie Spotify oder Apple Music wird dafür sehr häufig angegeben. Fast alle Teilnehmenden spielen Musik über ihr Smartphone oder den Laptop ab und geben an, den Interpreten mit Kopfhörer zuzuhören, oder dazu Musikboxen oder Anlagen zu nutzen. Obwohl das digitale Musikhören immer interessanter wird, hören noch immer einige Befragte Radio.

Was wird gerne gehört?

Der beliebteste Radiosender ist Ö3, über den hauptsächlich Pop-Musik gespielt wird. Die Umfrage zeigt, dass dies auch die beliebteste Musikrichtung am BG / BRG Bachgasse ist, denn mehr als die Hälfte der Befragten gibt bei „Lieblingsmusikrichtung“ Pop an. Danach kommen das Genre Rock, dicht gefolgt von Hip-Hop, (Heavy) Metal und Rap. Nur vereinzelt wird Jazz und klassische Musik angegeben.

Bei den Lieblingskünstler:innen wird die Breite der Musikbegeisterung deutlich. Unter den Angaben der Teilnehmenden werden unzählige unterschiedliche Artists genannt. Nur wenige Namen kommen überhaupt mehrmals vor, darunter Billie Eilish, Alivia und Sombr.

Streamingdienste – Unterstützung oder Ausbeutung?  

Kassettenrecorder, Plattenspieler, CD- Player – nur noch wenige Haushalte haben solche Geräte im Wohnzimmer stehen. Die „altmodischen“ Tonträger sind den modernen Streamingplattformen gewichen. Heutzutage kann jede:r einfach unterwegs Musik streamen oder selbst hochladen.  

von Lena Büchler

Die meisten Plattformen funktionieren nach einem typischen Abo-Modell. Monatlich zahlt man einen fixen Betrag ein, damit man alle Vorzüge genießen kann. Den ganzen Monat erhält man unlimitierten Zugriff auf Tausende Interpret:innen und Millionen von Titeln und Alben. Alles mit einem Klick. Was ist dann das Problem an Streaminganbietern?

Eigentlich scheint es einfach. Doch so schön ist es vor allem für die Künstler:innen, die tage- bis monatelange Arbeit in einen Song stecken und deren Lebensunterhalt damit verdienen müssen, nicht. Durch die enorme Abnahme der Verwendung von CDs, Kassetten und Platten aufgrund der Digitalisierung hat sich der Gewinn der Artists um ein Vielfaches minimiert. Bei dem mit Abstand bekanntesten Streamingdienst Spotify verdient man pro Stream 0,0026 Euro. Hochgerechnet sind das 2,61 Euro je Tausend Streams.  Auf Apple Music verdient man mehr als doppelt so viel. Früher musste man eine CD oder sonstige Tonträger kaufen, um diese jederzeit hören zu können. Eine CD kostet, je nach Händler, heute rund 15 Euro. Auf Tausend verkaufte Alben ergibt das 15 000 Euro. Stellt man die Zahlen gegenüber sieht man den riesigen Unterschied. Genau das wird zum Problem für Künstler:innen, denn einiges von dem, was sie verdienen, geht an Produzenten, Label und andere Zwischenhändler.  

Streamingdienste haben aber nicht nur Nachteile. Durch die dauerhafte Verfügbarkeit und den Zugriff über soziale Plattformen können Songs durch Sounds auf TikTok und Co in wenigen Stunden zum Superhit aufsteigen. Social Media kann also für kleine Musiker:innen ein Sprungbrett in die oberste Klasse der Musikindustrie werden. Die Aufmerksamkeit, die sie durch Videos erlangen und die einfache Verfügbarkeit für Konsumenten durch Streamingdienste gehen Hand in Hand.  

Neuanfänge in der Schule

von Mikail Müldür, Luisa Fischer und Carina Figueiro

Neue Klasse, neue Mitschüler, neue Lehrer

Der Umstieg in eine neue Klassengemeinschaft in der 7.- und 9. Schulstufe kann sehr stressig und nervenauftreibend sein. Viele Schüler*innen fragen sich Dinge wie: “Werde ich mich dort wohlfühlen?” oder “Werde ich noch genug Zeit für mich haben?” Bei dem Aufstieg in die 3. - oder 5. Klasse AHS können einem ziemlich viele verschiedene Fragen durch den Kopf gehen und das ist absolut verständlich. Sich an ein komplett neues Umfeld zu gewöhnen, kann eine Weile dauern und man sollte in diesem Fall einfach etwas Geduld haben. Darum haben wir mehrere Interviews geführt, um herauszufinden, wie es den Schülern und Schülerinnen nach dem Klassenwechsel geht.

Schwieriger Anfang?

Vorweg kann entwarnt werden: Die meisten Befragten meinten, dass sie sich gut eingefunden hätten und der Neuanfang nicht so schwer gewesen sei. Generell betonte die Mehrheit, dass ihnen die Zweigwahl nicht sehr schwergefallen sei, da sie bereits wussten, in welchem Bereich ihre Interessen liegen. Viele der Interviewten, welche damals den Gymnasialzweig (Sprachzweig) gewählt hatten, berichteten ebenfalls, dass man die zusätzlichen Schularbeiten nicht vergessen dürfte, die durch die weiteren Fremdsprachen anfallen. Der Vorteil ist dafür eine neue Kultur kennenzulernen und dort kommunizieren zu können. Im Gegensatz zu dem Realgymnasium steht ebenfalls der Ökologiezweig zur Auswahl. Dort liegt der Fokus großteils auf Biologie, Chemie und Physik. Zusätzlich hat man zwei Stunden pro Woche ein bio-chemisches Praktikum, indem man verschiedenste Experimente durchführt, was diesen Zweig besonders macht. Ebenso wie eine Exkursion in der 5. Klasse, wo man viele Meerestiere selbst erforscht, ist in einem anderen Zweig nicht möglich. Auf Grund dessen sollte man sich gut überlegen, in welche Richtung man weiter gehen will und sich auf keinen Fall beeinflussen lassen.

Abschließend kann nur gesagt werden, dass ein Neuanfang praktisch gesehen ein Anflug von sämtlichen neuen und unbekannten Dingen ist. Es wird bestimmt nicht einfach, aber du bist nicht die einzige Person, die es zur Zeit nicht so leicht hat. Also folge deinem Instinkt und treffe die Entscheidungen, die sich für dich richtig anfühlen. Mach’ dir keine Sorgen, denn das Unbekannte wird bald nicht mehr so fremd sein!