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Kinderoper in der Bachgasse: FIDELIO

Nächstes Jahr feiert die Musikwelt Ludwig van Beethovens 200. Todestag, und wir feiern schon ein bisschen im Vorhinein: Gegen Ende des Schuljahres stand erstmals die einzige Oper des Musikgenies bei uns in der Bachgasse auf dem Programm.
Es geht um einen Verbrecher, der erst spät enttarnt und bestraft wird, um Liebe und Mut einer jungen Frau, die sich in einer harten Männerwelt behauptet, und schließlich um Gerechtigkeit. Lauter Themen also, die nichts an Aktualität verloren haben.
Florestan hat herausgefunden, dass Don Pizarro, Gouverneur eines spanischen Gefängnisses, einen Mord begangen hat. Dieser lässt seinen Gegner einfach verhaften und wirft ihn in den Kerker, in der Hoffnung, er würde dort an Entkräftung sterben. Florestans Frau, Leonore, schleicht sich jedoch, als junger Mann verkleidet, ins Gefängnis ein, gibt sich als Fidelio aus und arbeitet nun für den Kerkermeister Rocco.

Als der Minister des Königs, zufällig ein Freund Florestans, einen Kontrollbesuch ankündigt, glaubt Pizarro handeln zu müssen. Er möchte Florestan nun eigenhändig erdolchen, doch Fidelio (also Leonore) wirft sich dazwischen, gibt sich zu erkennen und bedroht den Gouverneur mit einer Pistole.
Plötzlich ertönen Trompeten, die den Minister und seine Soldaten ankündigen. Pizarro hat verloren, Florestan kommt frei, die Gerechtigkeit hat gesiegt.

Für unsere 1. Klassen eingerichtet hat den Stoff die Kinderoper „Papageno“, und zwar so, dass jede Menge Mädchen und Burschen in die verschiedenen Rollen schlüpfen und mitspielen konnten.
Am Schluss wurde dann auch noch passenderweise Beethovens „Ode an die Freude“ gesungen, eigentlich das Finale seiner 9. Sinfonie und in unserer Zeit zur Europahymne umgewandelt.
Großer Applaus für alle Beteiligten, die trotz schweißtreibender Hitze ihr Bestes gegeben haben!

Prof. Čuda

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